Muss i denn Tours & Cargo Trips

Nachspiel // Aftermath

Unser Projekt ist zu Ende. Viele Reiseobjekte sind über den großen Teich gewandert, und sie alle haben eine neue Heimat bei freundlichen Paten gefunden. Von einigen haben wir nach ihrer Adoption nie wieder etwas gehört, aber wir sind ganz sicher: Sie sind in guten Händen gelandet! // Our project came to an end. A lot of travel objects crossed the big pond,and all of them found new homes with friendly adoptive parents. From some of them we never heard again, after their adoption, but we are sure: They are in good hands!

Von einigen Adoptiveltern hingegen haben wir wunderbare, bebilderte Mitteilungen von den neuen Aufenthaltsort der Reiseobjekte und auch Berichte über Kontaktaufnahmen zu den Vorbesitzern bekommen. // Some of the adoptive parents sent us lovely messages, though, and photos about the new whereabouts of the travel objects, as well as stories about getting in touch with the previous owners.

Als kleines Nachspiel möchten wir hier einige Nachrichten und Bilder mit Euch teilen – viel Spaß! // We’d like to share, as „aftermath“, some of the pictures and messages with you – enjoy!

Allison (USA) writes: „I adopted a mug in Washington, DC last year and while it took me a while to reach out to the original owners. I did send them an email and a picture of the mug in my home. Even though I didn’t hear from the original owners I still very much liked participating in the project and I think fondly on the adoption of my mug.“ // Allison (USA) schreibt: „Ich habe letztes Jahr einen Becher in Washington, DC adoptiert. Auch wenn ich eine Weile gebraucht habe, mich bei den alten Besitzern zu melden, habe ich ihnen nun eine Email und ein Bild des Bechers bei mir zuhause geschickt. Auch wenn ich noch nichts von ihnen gehört habe, freue ich mich weiterhin, ein Teil des Projektes gewesen zu sein und behalte die Adoption meines Bechers in liebevoller Erinnerung.

German_Mug

——————————————————————————————————————————–

Tandem Guides auf dem Feuerspuren Erzählfestival am 8.11.2015

Peter und Monika (Deutschland) sind ebenfalls glücklich mit ihrem Reiseobjekt und lassen den vorherigen Besitzer Jack (USA) wissen: „Wir sind die Adoptiveltern deiner wunderbaren CD mit Garrison Keillors „One Christmas in Lake Wobegon”. Uns gefällt die CD sehr gut, die Geschichte und deren Präsentation sind witzig und ergreifend. Es macht großen Spaß, zuzuhören. Vielen Dank für die Möglichkeit, diese „Geschichte zu adoptieren“.
Wir werden sie mit unseren Freunden teilen. Die Geschichte lässt uns wirklich begreifen, was Weihnachten für Emigranten in den USA bedeutete und immer noch bedeutet (und überall sonst auf der Welt). // Peter and Monika (Germany) are also pretty happy with their travel object – and they let the previous owner Jack (USA) know: „We are the adopting parents of your wonderful CD with Garrison Keillor’s „One Christmas in Lake Wobegon”.
We enjoy the CD a lot, it’s a witty and touching story and presentation. It’s a lot of fun to listen to it. Thanks a lot for giving us the opportunity to „adopt the story”. We will share it with our friends. The story really make us understand what Christmas meant and still means for emigrants in the USA (and everywhere in the world).

——————————————————————————————————————————–

KrippeDino

Patricia (USA) und Marti (USA) teilten uns mit, dass es ihnen leider nicht gelungen ist, Kontakt mit den ehemaligen Besitzern ihrer Reiseobjekte in Deutschland aufzunehmen. Aber sie halten ihre adoptierten Objekte weiter in Ehren! //
Patricia (USA) and Marti (USA) informed us, that unfortunately they didn’t manage to get in touch with the previous owners of their travel object in Germany. But they are still keeping their adopted objects in very good care!

——————————————————————————————————————————–

Doris (USA) let us know how she got in a friendly email exchange with Armin (Germany), the previous owner of her adopted travel object: „I told him of my many years of working to figure out my German roots. I emailed him several photos of me holding his adopted framed picture. (…) We have his picture on display at home in our study where it can be seen every day. Thank you and your organization for setting up this wonderful opportunity for cultural exchange.“ // Doris (USA) berichtet uns von ihrem netten Mailverkehr mit Armin (Deutschland), dem vorherigen Besitzer ihres Reiseobjektes: „Ich habe ihm von den vielen Jahren erzählt, in denen ich meine deutschen Wurzeln erforscht habe. Ich habe ihm mehrere Fotos geschickt, in denen ich sein gerahmtes Bild in Händen halte. (…) Wir haben sein Bild zu Hause in unserem Arbeitszimmer aufgestellt, wo wir es täglich betrachten können. Danke an Euch und Eure Organisation für diese wundervolle Möglichkeit für kulturellen Austausch.“

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

——————————————————————————————————————————–

Christine (USA) and Annette (Germany) also got in contact, and Annette ist quite happy to see her old paperbox in its new home! // Christine (USA) und Annette (Germany) haben ebenfalls Kontakt aufgenommen, und Annette freut sich sehr, ihre alte Zettelbox in deren neuer Heimat zu sehen!

Zettelbox2

Christine writes:
„The Zettelbox has found a permanent home in my office in Washington, DC. It sits right behind my desk on a shelf on what I call my „happy“ level – things that are fun or memorable, private or personal. I have used all the Zettel, mostly writing down passwords that I have to change every few days at work, so I still have a whole stack of them for password eternity! // Christine schreibt: „Die Zettelbox hat ein neues Zuhause in meinem Büro in Washington, DC gefunden. Sie steht gleich neben meinem Schreibtisch, in einem Fach eines regals, das ich das „Glücksfach“ nenne – lauter Dinge, die Spaß machen oder Erinnerungen bergen, Privates oder Persönliches. Ich habe alle Zettel aufgebraucht, hauptsächlich um Passwörter darauf zu notieren, die ich bei der Arbeit alle paar Tage ändern muss. Jetzt habe ich einen ganzen Berg davon, bis in alle Passwort-Ewigkeit!“

——————————————————————————————————————————–

Mehr Reiseobjekte an ihren neuen Wohnorten! // More travel objects in their new homes!

Freaking_2   OrnamentComputer_PictureArmband

Advertisements

FINALE FLASCHENPOST // FINAL MESSAGE IN A BOTTLE

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und gemeinsam mit der Ausstellung Aufbruch in die Utopie hat auch unsere kleine Reiseagentur Muss i denn Tours & Cargo Trips endgültig und für immer ihre Pforten geschlossen. // The year is drawing to an end, and together with the UTOPIA exhibition our little travel agency Muss i denn Tours & Cargo Trips closed down for good.

Nach zwei ereignisreichen Jahren auf zwei Kontinenten in vier Ausstellungsorten mit knapp 75.000 Besucherinnen und Besuchern schlummert die Ausstellung nun gut verpackt im Gießener Stadtarchiv. Was bleibt, sind viele unvergessliche Begegnungen, aufregende Erlebnisse und Geschichten, Geschichten, Geschichten. // After two adventurous years on two continents in four locations with roughly 75.000 visitors, the exhibition is finally slumbering in the archives of Gießen, Germany. What remains are unforgettable encounters, exciting experiences and stories, stories, stories.

Über 50 Reiseobjekte haben den Kontinent gewechselt und eine neue Heimat auf der jeweils anderen Seite des großen Teiches gefunden. // More then 50 travel objects changed the continent and found a new home on the other side of the big pond.

So möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal sehr herzlich bei allen Mitwirkenden des Projektes bedanken. Es war uns eine helle Freude und wir hoffen sehr, dies beruht auf Gegenseitigkeit! // Once again, we’d like to thank all participants very much for joining the project. It has been a great pleasure for us, and we hope they feel the same way!

Unser ganz besonderer Dank gilt den utopischen Reiseberaterinnen und Reiseberatern, die unsere mobile Reiseagentur mit viel Herz und Einsatz an den vier Ausstellungsorten betreut haben // Our special thanks belongs to the utopian travelagents who took care of our mobile travel agency at the four exhibition locations, with all their hearts and a lot of commitment:

Julia & Daniel (Gießen), Anaïs & Helen (Bremen), Emily & Carl (Washington, DC) and Dorris, Sandy, Vicky and Kathy (St. Louis, Missouri).

Habt vielen Dank, Ihr Reisefeen! – Ohne Euch hätten wir das nie geschafft // Thanks a lot, travel fairies! – We couldn’t have done it without you.

Bevor wir uns jedoch endgültig verabschieden, haben wir alle Beteiligten ein letztes Mal darum gebeten, ihre Erfahrungen mit uns zu teilen. // Before we say goodbye for good though, we asked all participats one more time to share their personal experiences with us.
Wir erwarten gespannt die Berichte und werden diese in Bälde als kleinen Nachtisch hier veröffentlichen. // We are now looking forward to the incoming stories, and we will share them here soon, as a special final treat.

UTOPIA KEHRT HEIM! / UTOPIA IS COMING BACK!

Gut anderthalb Jahre war die „Utopia“-Ausstellung in der Welt unterwegs, Gießen – Bremen – Washington DC – St. Louis. Jetzt kehrt sie heim zu ihrem Ursprungsort und bringt auch die mobile Reiseagentur „Muss i denn Tours & Cargo Trips“ zurück in den Heimathafen.

Im Reisebüro zur Auswanderung auf Probe konnten im vergangenen Jahr in Bremen und Gießen Reiseobjekte zur permanenten Umsiedlung in die USA eingecheckt und verabschiedet werden. Diese Objekte – Bilder, Bücher, Dekostücke und Kuriositäten – wurden in der neuen Welt erfolgreich an Adoptiveltern vermittelt, die ihnen nun eine Heimat bieten.

Umgekehrt werden gemeinsam mit der Ausstellung nun Reiseobjekte in Gießen eintreffen, die ihrerseits von Menschen aus Washington, DC und St. Louis, Missouri auf den Weg gebracht wurden. Nach ihrem langen Weg über den großen Teich suchen sie freundliche Paten und ein neues Zuhause.

ADOPTIEREN SIE IHR PERSÖNLICHES REISEOBJEKT!
Am Donnerstag, den 18. Juni 2015 ist im Rahmen der „Utopia is coming back!“-Heimkehr-Aktion ab 17:00 Uhr auch die Reiseagentur „Muss i denn Tours & Cargo Trips“ im Foyer des Gießener Rathauses noch einmal geöffnet und bietet die ausgewanderten Objekte aus den USA zur dauerhaften Adoption an.

Die Anzahl der Objekte ist begrenzt, rechtzeitiges Erscheinen sichert eine Adoption!
Kommet zuhauf!

Permanent Object Relocation // Permanente Objektumsiedlung

Dear all, although 2015 is already a few weeks old, we like to wish all of you a HAPPY NEW YEAR and we hope, everybody is doing great! // Liebe Leute, auch wenn 2015 schon ein paar Wochen alt ist, wünschen wir allen ein FROHES NEUES JAHR und hoffen, allen geht es ganz wunderbar!

Today, we like to share a picture we got from Patty, who is one of the very lovely people that adopted one of the travel objects that came from Germany. // Heute wollen wir ein Bild mit euch teilen, das wir von Patty erhalten haben. Sie ist einer der netten Menschen, die eines unserer Reiseobjekte adoptiert haben, die wir aus Deutschland in die USA mitbrachten.

Patty writes // Patty schreibt:

„Attached are photographs of the little wooden creche (eine kleine Krippe) that I adopted at the Missouri History Museum exhibit „Utopia“, in November, 2014. The creche now has a permanent home in the State of Kansas, adorning my Christmas tree along with other ornaments I own that are from Germany.“ // „Hier Bilder der kleinen, hölzernen Krippe, die ich im Missouri History Museum im November 2014 adoptiert habe. Die Krippe hat nun ein neues Zuhause in Kansas und schmückt meinen Weihnachtsbaum zusammen mit anderem Schmuck aus Deutschland.“

DSC_2194

Thanks a lot for the picture, Patty – it looks like this travel object found its perfect new home! // Danke für die Bilder, Patty – es sieht ganz so aus, als hätte die Krippe ein perfektes, neues Zuhause gefunden!

Currently, Muss i denn Tours & Cargo Trips within the Utopia exhibition is still located in the Missouri History Museum in St. Louis, collecting items to travel back to Germany and find adoptive parents there after the return of the exhibit in summer 2015. You still can check in your personal travel object every Saturday at our desk till April 19th – please ask our friendly travel agents about the procedure! // Zur Zeit ist Muss i denn Tours & Cargo Trips noch im Rahmen der Austellung Utopia im Missouri History Museum in St. Louis zu Gast und nimmt neue Reiseobjekte entgegen, für die nach der Rückkehr der Ausstellung im Sommer 2015 Adoptiveltern in Deutschland gefunden werden sollen. Bis zum 19. April 2015 besteht noch jeden Samstag die Gelegenheit, persönliche Reiseobjekte einzuchecken!

Last stop: Missouri History Museum in St. Louis / Missouri

Friends and folks, once more we look back on exciting times! UTOPIA landed at its final destination: the stunning Missouri History Museum in St. Louis.

IMG_20141114_082247

After setting up the exhibit – and of course our lovely travel agency Muss i denn Tours & Cargo Trips – with many friendly helping hands from the MHM staff members, we couldn’t be more overwhelmed by the great opening weekend on 21st – 23rd of November!
Crowds and bigger crowds flooded the exhibit, for the first time a microphone was needed to handle the guided tours and due to the interest for Peter’s Utopia documentary, the movie was screened in two auditoriums at the same time.

So many people, so many interesting conversations – and so many happy adoptive parents, who took home our travel objects we brought from Germany! We are happy to announce that all of them found godparents within a few days!

IMG_0406

So, the adoption may be over, but don’t worry: the CHECK-IN for new objects to be relocated from USA to Germany is still open! Till April 19th, you can find us every Saturday, 10am – 5pm at the Muss i denn & Cargo Trips‚ desk within the UTOPIA exhibit in the MHM. Please, bring your objects, and ask our friendly travel agents about the farewell procedure!

IMG_0393

Final spurt in Washington, DC

Dear friends, believe it or not: only a few days to go, then it’s time to say goodbye to the German American Heritage Museum in Washington DC. We had a great time in this not-big-but-great place!

So, this week there will be the very last possibility to bring travel objects and check them in for their journey to adoptive parents in Germany. Take the chance before it’s gone!

Together with old and new travel objects and the rest of the the „Utopia“ exhibit, Muss i denn Tours & Cargo Trips will move on to St. Louis and re-install its desk in the Missouri History Museum. There, we’ll re-open November 21st and till April 2015 we’ll collect new travel objects, as well as looking for new adoptive parents for the ones we brought from Bremen / Germany.
 IMG_0348
So please, spread the word and of course take the chance to visit the exhibition here or there – and stop by at the travel agency’s desk!

Next stop: German American Heritage Museum, Washington, D.C.

Friends and folks, we look back on two incredibly exciting weeks! Reaching the new world, being welcomed by the most friendly crowd in Baltimore, arriving at Washington, D.C., setting up and opening our friendly travel agency together with the „Utopia“ exhibit at the GAHM, finding adoptive parents for some of our travel objects (already!) and also collecting our first items to go back with the exhibition to Germany in spring 2015!

But one thing at a time.

On September 1st (Labor Day), Muss i denn Tours & Cargo Trips arrived at the harbor of Baltimore, and in our luggage we brought all the travel objects that have been checked in in Gießen and Bremen and sent to the new world as mysterious satellites from overseas.
The Baltimore Immigration Memorial Inc., and the Society for the History of the Germans in Maryland hosted a lovely event at the Baltimore Immigration Memorial Garden at Locust Point.
Afterwards, all participants were gathering for a casual dinner, watching our short film about the adventures of our former „emigration on trial“ tour in Germany. Also, we shared the stories of the brought-along objects, now gone from Germany forever and looking for new homes in the US.

After a very warm (also literally spoken) welcome, many interesting conversations and a nice nightcap in nice company, travel agent Esther had the pleasure to spend the night in the unimproved, but more than lovely Immigrant House on Beason Street. Yay!
Luckily, the lonely cockroach in the bathroom was more startled than Esther and didn’t start a fight.

Welcome Ceremony - Baltimore, September 1, 2014 - photo Peter Roloff-0088

In the Immigrant House – Closed? Not for us!
(Photo: Peter Roloff)

 

 

 

Welcome Ceremony - Baltimore, September 1, 2014 - photo Peter Roloff-0212

Cause we’ve got the key now!
(Photo: Peter Roloff)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Thankfully, a big ice bucket was already waiting there for the challenge - dammit, Janet, it's hot in Baltimore!

Thankfully, a big ice bucket was already waiting there for the challenge – dammit, Janet, it’s hot
in Baltimore!

“Good night, don’t fight, sleep tight, and don’t let the bed bugs (or roachies) bite.”

The very next day, Brigitte and Nick (two of our friendly hosts) not only offered a nice breakfast (Marmeladestulle and coffee) to go, but a comfy ride in their (airconditioned!) car to Washington D.C. for Esther and the travel objects.
Thank you so much once more, guys!

Arriving on 6th Street, a 40-foot-truck carrying more than 3.6 tons of exhibit material had already been parked in front of the German American Heritage Museum.
The next days, the Utopia exhibit was set up, with the wonderful support of the GAHM staff. Muss i denn Tours & Cargo trips found its space in the bright oriel on the groundfloor.

Utopia Installlation - Washington DC - September 2014 - photo Peter Roloff-0369

Bring in da exhibit!
(Photo: Peter Roloff)

IMG_0074

Muss i denn Tours & Cargo Trips:
All set up, we’re ready to rumble!

 

 

 

 

 

 

 

The exhibition successfully opened on Saturday September 6th, and since that day kind visitors are keep adopting and sending travel objects.

Like the entire exhibit, Muss i denn Tours & Cargo Trips will be open until October 25th and then embark to Missouri for its final destination at the Missouri History Museum in St. Louis.

So please, come and visit and explore Utopia, and of course: check in your own personal travel object at Muss i denn Tours & Cargo Trips‚ desk!
We will bring it to Germany and find godparents and a new home for it!
Just ask our friendly travel agents about the procedure!

Hello Baltimore! Hello Washington, DC!

Finally, Muss i denn Tours & Cargo Trips reached the new world!
Our little travel agency made its way across the big pond and was welcomed by an incredible friendly crowd at the harbor of Baltimore.

Today we are busy setting up our agency in the German-American Heritage Museum in Washington, DC!
More information and pretty pictures of our first days in the US coming soon!

Auf Wiedersehen, Europa! See you soon, USA!

Unglaublich, aber wahr: geradezu in Schallgeschwindigkeit ist die Zeit in der Kulturkirche St. Stephani in Bremen vorbeigeflogen, und schon ist unser kleines Reisebüro wieder abgebaut, eingetuppert und nun schon auf dem Weg nach Washington DC, der nächsten Etappe der reisenden Ausstellung „Aufbruch in die Utopie“.

Wie bereits in Gießen, wurden auch in Bremen aufregende Objekte zur permanenten Umsiedlung eingecheckt, die sich nun ebenfalls auf dem Weg über den großen Teich befinden.
Den Abschied von Bremen mussten wir allerdings diesmal ohne Reisegruppe bestreiten, da die Bremerinnen und Bremer zwar zahlreiche Auswanderungsträume in anregenden Plaudereien und bei utopischen Tourenplanungen am Reisebüroschalter mit uns zu teilen wussten, sich dann aber doch nicht so recht zu einer Probeauswanderung entschließen mochten.

Zweifel bohrten in uns: War die Herausforderung einer Auswanderung ins immerhin gut 60 Kilometer entfernte Bremerhaven doch zu groß gewesen?
Hätten wir die Probeauswanderer etwa mit falschen Versprechungen von Gold und Silber, Samt und Seide, Wurst und Schnaps ins ferne Bremerhaven locken müssen?
Hätten wir uns in Sachen Entertainmentprogramm mehr ins Zeug legen müssen?
Oder hätten wir vielleicht doch besser nicht ausgerechnet das Fußballweltmeisterschaftsfinalwochenende als Reisedatum wählen sollen???

„Hätte, hätte, Fahrradkette“, sagte sich Reiseleiterin Esther Steinbrecher und beschloss kurzerhand, den angemessenen Abschied von Bremen eben mutterseelenallein zu absolvieren. Nunja, natürlich nicht ganz alleine, sondern selbstverständlich in Begleitung der zahlreichen mitreisenden Umsiedlungsobjekte und einiger zweifelhafter Laiendarsteller, die den Sentimentalitätsfaktor der von Peter Roloff angefertigten Abschiedsbilder schier ins Unermessliche zu steigern wussten. Danke noch einmal an alle Mitwirkenden!

Nun heißt es nach vorne schauen, auf Wiedersehen Europa und see you soon, USA!

ByeBye_Utopia

Foto: Peter Roloff (Ausschnitt)

Wir sind ausgewandert! (auf Probe)

Bereits Anfang April war es soweit: Die erste Probeauswanderung der Muss i denn Tours & Cargo Trips fand statt und führte uns von Gießen nach Bremen. Hier nun auch endlich – mit etwas Verspätung, aber noch immer vergnügt von all den Eindrücken – unser kleiner Reisebericht.

Freitag, 02. April 2014
Eine kleine, aber feine Probeauswanderungsgruppe hat die Bündel geschnürt und ist voller Tatendrang zum Treffpunkt ins Gießener Gießkannenmuseum gekommen. Dort werden von einer überschaubaren, aber nicht minder tatkräftigen Mannschaft von zum Abschied herbeigeeilten Familienangehörigen liebevoll Klappstullen geschmiert und Brotbeutel gepackt, während die Reisegruppe auf die erste Etappe eingestimmt wird. Auch die Objekte, die Ende letzten Jahres bei unserer Agentur für permanente Objektumsiedlung, Cargo Trips, aufgegeben wurden, werden gemeinsam mit uns den Weg nach Bremen nehmen werden und von der Probeauswanderungstruppe verantwortungsvoll betreut.

Als schließlich alle Reiseobjekte gut verstaut, die Vesperpakete gepackt, die Abschiedstränen geflossen und wehmütige Melodien verklungen sind, verschwinden auch die letzten Winketaschentücher am Horizont des Parkhauses und wir machen uns auf die Wanderstrümpfe, um vor dem endgültigen Aufbruch angemessen Abschied zu nehmen von der Stadt, die wir nun hinter uns lassen: Gießen. Abschied ist keine leichte Übung, darf jedoch keinesfalls unterschlagen oder schlampig begangen werden!
So halten wir an einprägsamen Orten, un- wie liebsamen Plätzen der Stadt noch einmal inne, stimmen spontane Abschiedschöre an und hinterlassen persönliche Botschaften des Lebewohls.

Foto: Gerhard Weißler

Foto: Gerhard Weißler

Am Ende dieser großen Gießener Abschiedstour bleibt kaum Zeit zum Durchschnaufen, schon sind wir an der Station Oswaldsgarten und haben den Klappbollerwagen in die Regionalbahn gehievt; ein letzter Gruß an die vorbeisausende Lahn – und wir sind auf und davon.

Nach unterhaltsamer Fahrt beziehen wir in Hannoversch Münden Nachtquartier in einem freundlichen Gasthaus auf der Flussinsel nahe dem Weserstein und senden als letzte Verrichtung des Tages abendliche Grüße per Flaschenpost in die Welt. Wer weiß, wo unsere Botschaften landen werden?! Vielleicht in Karthago, der fernen Heimat des redseligen Herren, der uns hier zwischen Werra und Fulda begegnet und ein kleines Stück begleitet.
Wir jedenfalls landen schließlich müde und hungrig in einer rotwurstigen Speisegaststätte und werden mit leckeren Spezialitäten für die klappstulligen Entbehrungen der Reise belohnt.

Samstag, 03. April 2014
Wenn der Morgen mit solch einem Frühstück beginnt, dann kann er der Rest des Tages nur gut werden! gepriesen sei unser Gastwirt, der reichlich auftischt, so dass wir uns gut gestärkt für die nächste Etappe fühlen. Zusätzlich wappnen wir uns erneut mit Klappstullen für den Tag, diesmal Marke Eigenfabrikation, da fern der Heimat ja einfach niemand ist, der uns mit liebevoller Vesperpaketpackung unterstützen könnte. Hier kommt erstmals Heimweh auf… – doch wir müssen weiter, weiter! Reisemusiker Klaus greift in die Saiten, ein letztes Abschiedslied, den Bollerwagen aus der Fahrradbox gerollt – und schon sind wir wieder unterwegs.

Foto: Gerhard Weißler (Ausschnitt)

Foto: Gerhard Weißler (Ausschnitt)

Zu gerne wären wir auf Wasserwegen weitergezogen, aber bundesweit befindet sich die Binnenschifffahrt (ja, so schreibt man das heutzutage!) noch im Winterschlaf. Also wieder in die Regionalbahn, wo wir den Wagen mit einer stetig anwachsenden Schar von Demonstranten teilen, die auf dem Weg sind, um am Zielort auflaufenden Neonazis das Leben möglichst schwer zu machen. „Weiter so!“ rufen wir dem engagierten Jungvolk zu und lassen uns noch ein paar Frisurentipps mit auf den Weg geben; Schwarz mit Rosa Strähnen kann wirklich jeder tragen – und ganz leicht selber färben!

Nach kurzer Umsteigezeit setzen wir unseren Weg im Regionalbus fort. Mittlerweile haben wir uns in die Gegend ums Steinhuder Meer vorgearbeitet, der Bus spuckt uns mitten im Irgendwo aus, wo bereits ein Pferdewagen auf uns wartet und nun vollends in vergangene Reisezeiten zurückversetzt.
Nach einer Stunde Fahrt mit dem (glücklicherweise überdachten) Zweispänner erreichen wir im mittlerweile einsetzenden Regen das Nordufer des Steinhuder Meeres, von dem nicht viel mehr zu erkennen ist als eine weite, graue Soße. Doch die Verstimmung über das badeunfreundliche Wetter verfliegt schnell, als ein hosenloser Herr – quasi stellvertretend für alle kältebedingten Nichtbader des Tages – vor unseren Augen ungerührt in die graue Soße hineinwatet, dort einige Runden umherwandert und sichtlich wohlgelaunt wieder den Fluten entsteigt. Ebenso erfrischt von diesem ungewöhnlichen Anblick, harren wir im mittlerweile strömenden Regen in einer kleinen, hölzernen Busstation aus, um nach etwa 30 Minuten wieder vom Regionalbus aufgepickt zu werden, der uns zum nächsten Bahnhof trägt. Die dort feilgebotenen Heißgetränke und Pommes lassen die allerletzte Wartezeit des Tages wie im Flug vergehen, ein letztes Mal wird der Bollerwagen in den Zug gewuchtet, und auf geht es nach Bremen, wo in der Kulturkirche St. Stephani bei unserer Ankunft gerade die Ausstellung „Aufbruch in die Utopie“ neueröffnet wird, die auch hier unserer kleinen Reiseagentur als Hafen dient. Mit Bollerwagen, Sing und Sang und kurzem Gruß galoppieren wir so schnell wie die Höflichkeit es nur erlaubt durch zur Kirchenküche, wo unsere bezaubernden Bremer Reiseberaterinnen heiße Suppe und ebensolchen Grog mit nichts als ihrem blanken Leben für uns verteidigt haben. Nun versorgen sie die wohlbehalten angekommenen Reiseobjekte in den Regalen des Reisebüros, während wir den Abend trocknend, löffelnd und plaudernd ausklingen lassen dürfen. Wir haben das Ziel erreicht – doch angekommen sind wir noch nicht ganz.

Sonntag, 04. April 2014
Sonntagmorgen führt uns der erste Weg in den Bürgerpark, um wenigstens im Kleinen das nachzuholen, was die winterverschlafene Binnenschifffahrt (ja, so schreibt man das heutzutage!) uns auf unserem Weg vorenthalten hatte: das Fortbewegen auf dem Wasser, wenn auch hier nur in kleinem Radius. Wir entern zwei Ruderboote und nutzen gleich noch die Gelegenheit zum feierlichen Zurücklassen einiger mitgebrachter Objekte bei abschiedsschweren Klängen – auf dass Bremen uns nach dem bereits schon wieder nahenden Aufbruch nicht ganz vergessen möge!

Foto: Gerhard Weißler (Ausschnitt)

Foto: Gerhard Weißler (Ausschnitt)

Doch bevor es soweit ist, lassen wir uns nach einem ungeplanten, aber sehr notwendigen Boxenstopp im Café vom fabulösen Historiker und Stadtkenner Dr. Diethelm Knauf noch Wissenwertes zum Thema „Fremde in Bremen“ berichten uns auch zeigen. Anfänglich noch durch den durch die Abenteuer der letzten Tage etwas desolaten Zustand der Auswanderergruppe wenig heiter gestimmt, lief Dr. Knauf nach der notwendigen Erstversorgung zu Hochform auf und erfreute uns mit einer informativen wie unterhaltsamen Tour. Das ihm zum Dank vorgetragene Abschiedslied kam von Herzen und mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen!

Und nun ist es bereits wieder soweit: Kaum angekommen, da heißt es für die wackere Probeauswanderungsgruppe schon wieder Abschied nehmen vom schönen Bremen und die Rückreise anzutreten; denn die Probeauswanderung geht programmgemäß am Nachmittag zu Ende. Noch einmal fliegen die Taschentücher durch die Luft, ein letztes Lied – schon sind sie zum Städele hinaus.

Abschied ist ein schweres Schaf, doch schön war es!
Wir sagen Danke an unsere wunderbare Reisegruppe und all die, denen wir auf dem Weg begegnen durften.

Nun heißt es, die nächste Etappe zu planen – das Reisebüro Muss i denn Tours & Cargo Trips steht bereit in der Kulturkirche St. Stephani und wartet auf neue Reiseanmeldungen und Objektverschickungen!

ÖFFNUNGSZEITEN
während des gesamten Ausstellungszeitraums (05.04. – 04.07.2014)

Dienstag und Donnerstag, jeweils 16:00 – 18:00 Uhr

SONDERÖFFNUNGSZEITEN
Alles-neu-macht-der-Mai-Wochenende: 16. Mai 2014, 12:00 – 17:00 Uhr
17. + 18. Mai 2014, jeweils 11:00 – 18:00 Uhr

Last Call: 15. Juni 2014, 11:00 – 18:00 Uhr
Hier besteht die letzte Möglichkeit, Probeauswanderungspakete zu buchen!
Objekte zur permanenten Umsiedlung werden bis Ausstellungsende angenommen.

Beitragsnavigation